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Salzgitter

Ehrung für Schiedsmann Hans-Georg Schmidt

Zehn Jahre ist Hans-Georg Schmidt als Schiedsmann engagiert: Dafür erhielt er eine Ehrungsurkunde der Justizverwaltung des Landes Niedersachsen sowie einen Präsentkorb der Stadt Salzgitter.

„Sie sind am längsten als Schiedsmann in unserem Bezirk aktiv“, betonte Katja Stößel, Richterin am Amtsgericht Salzgitter und bedankte sich bei Hans-Georg Schmidt für sein besonderes Engagement. Als Schiedsperson helfe er Streitenden und vermittle zwischen den Beteiligten. Als Dienstältester Schiedsmann in Salzgitter habe er viel Wissen und bringe ebenso seine Lebens- und Berufserfahrung für dieses wichtige Ehrenamt ein. „Machen Sie weiter so“, sagte die Richterin.

Stadtrat Eric Neiseke bedankte sich im Namen der Stadt Salzgitter für das Engagement bei Hans-Georg Schmidt und für die gute Zusammenarbeit. „Sie tun viel Gutes für unsere Gesellschaft“, betonte er. Dieses Ehrenamt für die Gemeinschaft erfordere besonders Menschenkenntnis, Kommunikationsfähigkeit, Unvoreingenommenheit sowie Neutralität und sei wichtig, um zwischen Streitenden zu vermitteln und eine Lösung zu finden. „Sie leben das Motto „Schlichten statt Richten“ in Ihrem Ehrenamt auf ganz praktische Weise“, sagte der Stadtrat.

Das gelingt Hans-Georg Schmidt in rund 90 Prozent seiner Fälle. Bei den meisten Anliegen aus „seinem“ Bezirk 4 (Salzgitter-Bad, Gitter, Ringelheim, Hohenrode, Groß Mahner, Barum, Beinum, Flachstöckheim, Lobmachtersen, Ohlendorf) handele es sich häufig um Nachbarschaftsstreitereien wie störender Hecken- beziehungsweise Baumwuchs an Grundstücksgrenzen, Bau von Gartenzäunen, Lärmbelästigung, Ehrverletzung etc.. Er habe mit den unterschiedlichsten Menschen zu tun, die ihn anrufen, weil sie Recht haben wollen. „Kommen Sie zu mir. Dann besprechen wir das“, sagt Hans-Georg Schmidt dann zu den Anrufern. In den anschließenden Gesprächen gehe es dann darum, den Sachverhalt zu erfassen, die Emotionalität herauszunehmen und eine Lösung zu finden, mit der die Beteiligten gut leben können. „Ich mache das sehr gern“, betont der Schiedsmann, auch wenn es in den vergangenen Jahren nicht einfacher geworden ist. Er stimmt sich mit seinem Vertreter Michael Heidenblut ab und nehme diesen zu seinen Fällen mit.

Als Ausgleich zu seinem Ehrenamt geht Hans-Georg Schmidt gern in die Natur und ist in anderen Vereinen in Flachstöckheim engagiert. Er bedankte sich bei der Stadt Salzgitter, die für die organisatorische Betreuung der Schiedspersonen verantwortlich ist, und dem Amtsgericht, bei dem die Dienstaufsicht liegt.

  • Die Aufgaben von Schiedspersonen sind vielfältig: Sie müssen zum Beispiel bei Streit, Sachbeschädigung, Beleidigungen oder Nicht-Beachtung einer Hausordnung in einem Mietshaus, zwischen den sich streitenden Parteien so schlichten und vermitteln, dass der Konflikt gelöst und eine gerichtliche Auseinandersetzung vermieden wird.
  • Die Besetzung erfolgt durch Ausschreibung und Auswahlverfahren. Die Schiedspersonen (und ihre Vertreter/innen) werden vom Rat der Stadt für fünf Jahre gewählt.
  • Die Dienstaufsicht über die Schiedspersonen liegt beim Amtsgericht Salzgitter. Die Stadt Salzgitter ist Ansprechpartnerin bei organisatorischen Fragen. Bei rechtlichen Fragen können sich die Ehrenamtlichen mit ihren Anliegen an das Amtsgericht wenden. Die Arbeit unterliegt der ständigen Aufsicht des Amtsgerichtes. Für Kosten, die im Zusammenhang mit der Ausübung der Tätigkeit als Schiedsperson anfallen, zahlt die Stadt eine jährliche Aufwandsentschädigung. Alle Schiedspersonen werden für ihre Tätigkeit geschult und laufend weitergebildet. Ein regelmäßiger Austausch mit den Schiedspersonen gehört ebenso dazu.

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Bildnachweise

  • Foto: Stadt Salzgitter